Wenn der Pudding nach Kakao schmecken, aber nicht nach Fertigpulver wirken soll, lohnt sich die Zubereitung im Topf. Wer Schokopudding selber machen möchte, braucht nur wenige Zutaten und etwa 20 Minuten. Ich zeige dir ein zuverlässiges Grundrezept, erkläre die richtige Stärke-Menge und verrate, wie der Pudding ohne Klümpchen, Haut und übertriebene Süße gelingt.
Mit wenigen Zutaten wird daraus ein cremiger Schokopudding
- Grundmenge: 500 ml Milch ergeben etwa 4 Portionen.
- Für die Bindung: 35 g Speisestärke machen den Pudding cremig und standfest.
- Für intensiven Geschmack: Backkakao und Zartbitterschokolade ergänzen sich besser als Kakao allein.
- Entscheidend: Die Stärke immer zuerst mit kalter Milch glatt rühren.
- Zubereitungszeit: Der Pudding ist in ungefähr 20 Minuten fertig.
Diese Zutaten brauche ich für das Grundrezept
Für vier Portionenverwende ich 500 ml Vollmilch, 35 g Speisestärke, 30 g ungesüßtes Kakaopulver, 60 g Zucker und eine kleine Prise Salz. Dazu kommen 80 g Zartbitterschokolade mit etwa 60 bis 70 Prozent Kakaoanteil. Die Schokolade ist nicht zwingend nötig, macht den Geschmack aber deutlich runder.
- 500 ml Milch
- 35 g Speisestärke
- 30 g ungesüßtes Backkakao
- 60 g Zucker
- 80 g Zartbitterschokolade, grob gehackt
- 1 Prise Salz
- optional 1 TL Vanillezucker oder etwas Vanilleextrakt
Ich nehme am liebsten Backkakao statt eines gesüßten Getränkepulvers. Er bringt mehr Schokoladentiefe und lässt mich die Süße selbst bestimmen. Wer einen besonders milden Pudding kochen möchte, kann den Kakao auf 20 g reduzieren und dafür etwas mehr Schokolade verwenden.
Schokopudding ohne Tütchen Schritt für Schritt kochen

Die kalte Mischung anrühren
Zuerst nehme ich etwa 100 ml von der Milch ab und verrühre sie in einer Schüssel mit Speisestärke, Kakao, Zucker und Salz. Die Mischung muss vollständig glatt sein. Genau hier entscheidet sich, ob der fertige Pudding später cremig wird oder kleine Klümpchen enthält.
Milch und Schokolade erhitzen
Die restliche Milch erhitze ich in einem Topf zusammen mit der gehackten Schokolade und optional der Vanille. Dabei rühre ich gelegentlich, bis sich die Schokolade aufgelöst hat. Die Milch soll heiß sein und kurz vor dem Aufkochen stehen, aber nicht minutenlang sprudelnd kochen.
Stärke einarbeiten und abbinden
Nun rühre ich die kalte Stärke-Kakao-Mischung noch einmal durch und gieße sie unter ständigem Rühren in die heiße Schokoladenmilch. Mit einem Schneebesen arbeite ich besonders am Topfboden gründlich. Sobald die Masse aufkocht und sichtbar dicker wird, lasse ich sie 1 bis 2 Minuten unter Rühren weiterkochen.
Der Pudding wirkt direkt im Topf oft etwas weicher, als er später ist. Nach dem Abkühlen zieht die Stärke weiter an. Ich fülle ihn deshalb sofort in Schälchen und lasse ihn mindestens 30 Minuten abkühlen.
Die richtige Konsistenz hängt von wenigen Details ab
Für einen cremigen Dessertpudding reichen 35 g Stärke auf 500 ml Flüssigkeit. Soll er später gestürzt oder in Stücke geschnitten werden, erhöhe ich die Menge auf 40 bis 45 g. Mehr Stärke macht ihn zwar fester, nimmt ihm aber auch etwas von seiner zarten Textur.
| Gewünschtes Ergebnis | Speisestärke | Geeignet für |
|---|---|---|
| Cremig und weich | 30 bis 35 g | Schälchen und Gläser |
| Standfest | 40 g | Dessertschichten und Formen |
| Zum Stürzen | 45 g | Puddingformen oder kleine Förmchen |
Warum entstehen Klümpchen?
Meist wird die Stärke direkt in die heiße Milch gegeben. Das äußere Stärkemehl bindet sofort, während das Innere trocken bleibt. Ich rühre sie deshalb immer mit kalter Milch an und gebe die Mischung erst danach in den Topf.
Was hilft gegen eine Haut?
Beim Abkühlen bildet sich auf Pudding eine dünne Haut, weil die Oberfläche austrocknet. Wer das nicht mag, legt Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche oder rührt den Pudding während des Abkühlens gelegentlich durch. Für eine besonders glatte Oberfläche streiche ich ihn vor dem Servieren einmal mit dem Schneebesen durch.
Mit Kakao, Schokolade oder pflanzlicher Milch
Nur mit Kakao wird der Pudding kräftig und etwas herber. Die Kombination aus Kakao und Schokolade schmeckt für mich ausgewogener, weil der Kakao das Aroma liefert und die geschmolzene Schokolade für Fülle und Glanz sorgt.
| Variante | Geschmack | Meine Empfehlung |
|---|---|---|
| Nur Backkakao | Herb und klar | Gut, wenn der Zuckergehalt niedrig bleiben soll |
| Kakao und Zartbitterschokolade | Intensiv und cremig | Die beste Wahl für klassischen Schokogeschmack |
| Vollmilchschokolade | Mild und süß | Zucker auf etwa 30 bis 40 g reduzieren |
| Pflanzliche Milch | Je nach Sorte leicht nussig oder neutral | Ungesüßte Soja- oder Hafermilch verwenden |
Für eine vegane Version ersetze ich die Milch durch ungesüßte Soja- oder Hafermilch und nehme eine pflanzliche Zartbitterschokolade. Bei bereits gesüßten Drinks reduziere ich den Zucker zunächst deutlich und schmecke am Ende vorsichtig nach. Sonst wird der Pudding schnell süßer als geplant.
Auch Gewürze verändern den Charakter stark. Eine Messerspitze Zimt passt gut zu winterlichen Desserts, etwas Espresso verstärkt den Schokoladengeschmack, ohne dass der Pudding nach Kaffee schmeckt. Ich würde jedoch nur eine kleine Menge verwenden, damit die Schokolade im Mittelpunkt bleibt.
So serviere und lagere ich den Pudding
Warm schmeckt der Pudding besonders weich und intensiv. Kalt wird er fester und eignet sich besser für Dessertgläser, Schichtdesserts oder eine Garnitur aus Sahne. Dazu passen Beeren, geröstete Haselnüsse, Bananenscheiben oder ein kleiner Klecks ungesüßte Schlagsahne.
Im Kühlschrank hält sich der selbst gekochte Pudding gut abgedeckt etwa 2 Tage. Die Oberfläche kann nach dem Kühlen etwas fester werden, deshalb rühre ich einzelne Portionen vor dem Servieren kurz glatt. Einfrieren empfehle ich nicht, weil die Stärke nach dem Auftauen oft wässrig oder leicht körnig wirkt.
Ein Topf, drei Möglichkeiten für besseren Schokogeschmack
Die größte Verbesserung bringt nicht mehr Zucker, sondern eine gute Kombination aus ungesüßtem Kakao, echter Schokolade und einer Prise Salz. Wer diese drei Punkte beachtet und die Stärke sauber mit kalter Milch anrührt, bekommt einen Pudding, der unkompliziert gelingt und deutlich aromatischer schmeckt als viele Fertigmischungen.
Für den Alltag reicht das Grundrezept völlig aus. Ich passe anschließend nur noch die Festigkeit, Süße oder Milch an den Anlass an und serviere den Pudding möglichst frisch, solange sein Schokoladenaroma noch klar und warm wirkt.